Schlagwort: Kooperationen

Brennpunkt

ÖPP – ein Debattenbeitrag und dessen Präsentation

Angesichts knapper werdender Ressourcen, einer wachsenden Komplexität und eines hohen Investitionsbedarfs besteht für die kommunale Daseinsvorsorge ganz objektiv das Erfordernis von Kooperation und Interaktion. Dies gilt sowohl innerhalb der kommunalen Familie, aber auch darüber hinaus. Allerdings haben gerade Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Trägern in den vergangenen Jahren erheblich an Renommee verloren und werden aktuell immer weniger eingegangen. Es waren unter anderem diese gegenläufigen Tendenzen, die Ludger Rethmann und Prof. Dr. Michael Schäfer dazu veranlassten, sich eingehend mit dem Spannungsfeld öffentlich-privater Kooperationen zu befassen. Die Konstellation der beiden Autoren verspricht sowohl Ausgewogenheit als auch Kontroverse. Denn der eine ist Vorstandschef und Miteigentümer von Remondis, dem größten privaten und weltweit tätigen Ver- und Entsorgungsunternehmen in Deutschland, und der andere als erster und – bis dato – bundesweit einziger Professor für Kommunalwirtschaft ein bekennender Kommunaler. Die beiden gemeinsamen Bücher sind zu Beginn des Jahres 2020 bzw. Ende August erschienen, jeweils im renommierten Verlag SpringerGabler, Wiesbaden. Die Präsentation des ersten der beiden ÖPP-Titel musste aus bekannten Gründen vom April auf den September verschoben werden. Trotz der aktuell recht einseitigen Nachrichtenlage hat er in der Fachöffentlichkeit bereits für einiges Aufsehen gesorgt. Für das breite Publikum aber tagesaktuell ist der Folgeband aus der Reihe Essentials, der die Öffentlich-Private Daseinsvorsorge (ÖPD) zum Thema hat. Dieser Begriff wurde im direkten Kontext mit dem Buch neu geprägt und für das Gabler Wirtschaftslexikon definiert.

Brennpunkt

Zurück in den Kreislauf

Der Begriff „Kreislaufwirtschaft“ erscheint als passende Utopie für die vom Klimawandel arg gebeutelte Welt. Die Energiewende mit ihrem Umstieg auf erneuerbare Ressourcen wäre dann nur der Beginn einer wahrhaft nachhaltigen Wirtschaftsform. Es müssten keine Landschaften mehr zerstört und keine Meere mehr vermüllt werden, es würden kaum mehr Emissionen anfallen und auch die Transportwege würden sich erheblich verkürzen. Das klingt ein wenig nach naiven Träumereien von einer perfekten Gesellschaft, doch tatsächlich liegen in Stoffkreisläufen ganz erhebliche ökologische Potentiale. Es ist daher unangemessen, die Klimadebatte allein auf Energie und Verkehr zu verkürzen. Auch in der Entsorgung und Verwertung von Abfall können insbesondere die Kommunen wesentliche Impulse für Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit setzen.

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