Kategorie: Lesetipps

Lesetipps

„Lesen gefährdet die Dummheit“

In dieser Rubrik stellen wir monatlich neue Publikationen zu kommunalen Themen vor. „Aufgespürt“ werden diese Titel von der Senatsbibliothek Berlin, die sich deutschlandweit als einzige der großen Referenzbüchereien auf kommunale Themen spezialisiert hat. Deren Leiterin, Marion Hecker-Voß, zugleich auch Chefin der Landesbibliothek in der Stiftung Zentral und Landesbibliothek, und Katharina Braun, Fachlektorin für kommunalwissenschaftliche Veröffentlichungen, haben für unseren Oktober-Blog folgende Auswahl getroffen.

Der Flächennutzungsplan als kommunales Steuerungsinstrument in der Bundesrepublik Deutschland: eine Analyse der Wirkungsmöglichkeiten und Grenzen / Kilian Wolf. Hambur: Verlag Dr. Kovač, 2020. – 279 Seiten: Diagramme, Karte, ISBN 978-3-339-11846-2, Preis: 98,00 Euro, Verfügbar in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Abt. Senatsbibliothek, Signatur: Kws 104/402

„Basis für die eigenständigen Planungen der Gemeinde ist der Flächennutzungsplan. Dieser ist nach der Konstruktion des deutschen Baurechts ein zentrales kommunales Steuerungsinstrument. Im zweistufigen Aufbau der kommunalen Raumplanung ist er für die Gemeinde die Grundlage für die Entwicklung von Bebauungsplänen. Der Flächennutzungsplan stellt somit ein planungsbindendes Programm dar, das die konkrete Bauleitplanung vorbereitet und rahmensetzend bindet… Die vorliegende Dissertation zeigt, dass ein hoher Anteil von Bebauungsplänen nicht aus dem Flächennutzungsplan abgeleitet wird, sondern vielmehr dieser an die Bebauungspläne angepasst wird. Der Flächennutzungsplan erfüllt also seine wichtige Steuerungsfunktion als planungsbindendes Programm, welches die konkrete Bauleitplanung vorbereitet und rahmensetzend bindet, nicht vollständig. Bei einer Geltungsdauer von 30 bis 35 Jahren ist die Programmierungsfunktion des Flächennutzungsplans dabei noch auf dem gleichen niedrigen Niveau wie schon zu Beginn der Geltungsdauer.“
(Quelle: Verlag)

Staat baut Stadt: 100 Jahre Hauptstadt (Groß-)Berlin (1920-2020), 150 Jahre Hauptstadt Deutschlands (1871-2021) / herausgegeben von Harald Bodenschatz, Aljoscha Hofmann und Christian von Oppen; im Auftrag des Council für European Urbanism Deutschland und des Center for Metropolitan Studies der TU Berlin. – Berlin: Wasmuth & Zohlen, [2020]. – 126 Seiten: Illustrationen, Karten. – ISBN: 978-3-8030-2106-9 Broschur. Preis: 29.80 Euro; Verfügbar in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Abt. Senatsbibliothek, Signatur: Kws 130/317

„Im Jahr 1920 war Berlin noch nicht einmal ein halbes Jahrhundert Deutschlands Hauptstadt. Jung, nicht überall beliebt, erst recht nicht allenthalben geschätzt. Das Groß-Berlin-Gesetz von 1920 schwieg sich zur Hauptstadtfrage aus. Dennoch gestaltete der Gesamtstaat die weitere Entwicklung der Riesenstadt entscheidend mit – ein Aspekt, der gerne übersehen wird. Das galt für die Weimarer Republik, für die NS-Zeit, für die Zeit des doppelten Berlin und auch für die Zeit nach dem Fall der Mauer. Die Beiträge zu dem Band „Staat baut Stadt“ versuchen diese Lücke zu schließen und stellen die einzelnen Stationen der wechselvollen Geschichte im Verhältnis zwischen der Stadt und dem Gesamtstaat dar.“
(Quelle: Verlag, gekürzt)

Das Wasser gehört uns allen!: wie wir den Schutz des Wassers in die öffentliche Hand nehmen können / Maude Barlow; aus dem Englischen von Wolfgang Müller. – München: Verlag Antje Kunstmann, 2020. 171 Seiten; 20 cm. – ISBN: 978-3-95614-390-8 kartoniert, Preis 16,00 Euro, Verfügbar in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Abt. Senatsbibliothek, Signatur: Kws 256/556

„Das »Blue Communities Project« folgt drei grundlegenden Prinzipien: Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Wasser gehört in die öffentliche Hand. Einwegwasserflaschen sollten an öffentlichen Orten nicht erhältlich sein. Mit diesem einfachen, zielführenden Ansatz konnte die Bewegung in den letzten zehn Jahren weltweit wachsen. Heute sind Berlin, München, Paris, Montreal und Bern nur ein paar der Städte, die sich zu »Blue Communities« gemacht haben. In Das Wasser gehört uns allen! rekapituliert die international renommierte Wasseraktivistin Maude Barlow ihren jahrzehntelangen Kampf für den Schutz unseres Wassers in einer sich erwärmenden Welt und zeigt uns Schritt für Schritt, wie auch wir dazu beitragen können, unser Wasser zu schützen.“
(Quelle: Verlag)

Öffentlich-Private Daseinsvorsorge (ÖPD) in Deutschland: gemischtwirtschaftliche Unternehmen auf kommunaler Ebene als strategischer Erfolgsfaktor / Michael Schäfer, Ludger Rethmann. – Wiesbaden: Springer Gabler, 2020. – X, 61 Seiten: Diagramm; 21 cm. – 978-3-658-31099-8, Festeinband, 14.99 €, Verfügbar in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Abt. Senatsbibliothek, Signatur: Kws 584/169

„Das Kürzel ÖPP darf nicht mehr das Synonym für Vertragspartnerschaften beim Bau und Betrieb von Infrastrukturprojekten und den dazu ständig kolportierten Geschichten des Scheiterns sein. Im Gegensatz zu diesen Klischees gibt es ein reales Erfolgsmodell. Das sind gemeinsame Unternehmen von Öffentlicher Hand und Privatwirtschaft in der kommunalen Daseinsvorsorge. Warum ist das so und worin liegen die konkreten Rahmenbedingungen für eine gedeihliche Kooperation? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Autoren Michael Schäfer und Ludger Rethmann in diesem essential.“ (Quelle: Verlag)

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