Fest an der Seite der Ostdeutschen

Fest an der Seite der Ostdeutschen

25 Jahre Ostdeutscher Sparkassenverband

Bundespräsident a.D. Horst Köhler gratulierte zum Jubiläum

Seit dem 17. September 1991 sind Sparkassen und kommunale Träger gleichberechtigte Partner im Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband, 1999 umbenannt in „Ostdeutscher Sparkassenverband“ (OSV). Damit gründete sich erstmals ein überregionaler Sparkassenverband aus mehr als zwei Bundesländern. Die Thüringer schlossen sich mit den Hessen zusammen, doch davon abgesehen gelang die Integration ganz Ostdeutschlands in einen Verband. Entstanden ist bis heue eine schlagkräftige Sparkassenorganisation mit einem Bewusstsein für die spezifischen regionalen Interessen und für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Mit den Rostocker Leitsätzen haben sich die Sparkassen zwischen Kap Arkona und Fichtelberg 1999 eine Richtschnur gegeben. Dass sie sich bis heute glaubhaft daran orientieren, unterstreicht den gemeinwohlorientierten Auftrag. Darüber hinaus wurde in 25 Jahren eine ökonomische Erfolgsgeschichte geschrieben, sodass die Sparkassen bis heute als potente Förderer des regionalen Mittelstandes wirken können. Gelungen ist der schwierige Spagat zwischen sozialem Auftrag und betriebswirtschaftlicher Effizienz. Am 27. Oktober wurde in Potsdam das Vierteljahrhundert des Ostdeutschen Sparkassenverbandes begangen. Prominenter Gratulant war Prof. Dr. Horst Köhler. Seine Gedanken vermittelten sowohl Optimismus als auch Nachdenklichkeit. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der Festveranstaltung.

Dr. Michael Ermrich war den Sparkassen in Ostdeutschland seit der Wende kontinuierlich verbunden – zuerst als Oberkreisdirektor, dann ab 1994 über fast zwei Jahrzehnte als Landrat im Harz und schließlich ist er im Juni 2013 zum Geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes berufen worden. Damit trat er die Nachfolge von Rainer Voigt und des 2013 verstorbenen Claus-Friedrich Holtmann an. In seiner Begrüßung verweist Ermrich auf die positive Entwicklung des Verbandes, der nach einem Vierteljahrhundert durchaus mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken könne. Vor 25 Jahren seien Sparkassen und deren Träger gleichberechtigte Mitglieder im Verband geworden. Dies sei eines von mehreren Alleinstellungsmerkmalen des OSV und ein Schlüssel des Erfolges. Der OSV gehe zurück auf den kurz nach der ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 gegründeten Sparkassenverband der DDR. In der Phase des Umbruchs hätten viele Experten nur eine kurze Lebensdauer vorausgesagt. Umso bemerkenswerter sei die Entwicklung bis heute. Große Herausforderungen seien bewältigt worden – die Einführung der D-Mark, die Neuausrichtung in einem marktwirtschaftlichen Umfeld oder die etlichen Kreisgebietsreformen, die im Regelfall Fusionen der betreffenden Sparkassen nach sich zogen. Im Jahr 1990 startete man mit 196 Sparkassen, heute seien es noch 45. Weitere Themen waren die Gründung der Landesbausparkassen oder der Aufbau einer neuen Datenverarbeitung. Vor nunmehr 20 Jahren wurde die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gegründet, mit ihren vielfältigen Aktivitäten zur Förderung von Sport, Kultur und sozialem Engagement. Die Rostocker Leitsätze bilden seit 1999 eine konkrete Richtschnur für das Handeln der Sparkassen. „Sie umreißen die Grundsätze eines modernen, sozial verantwortlichen Sparkassenwesens und sie zeigen, dass den ostdeutschen Sparkassen schon zehn Jahre vor der Finanzkrise bewusst war, dass die Finanzindustrie auch gesellschaftlichen Ansprüchen genügen muss. Die Aufgabe der Sparkassen liegt nicht in der kurzfristigen Gewinnmaximierung, sondern in der zuverlässigen Erfüllung ihres öffentlichen Auftrags“, so Ermrich.

Die vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte seien nicht frei von Konflikten gewesen. Man habe sich erfolgreich gegen die Privatisierung einer Sparkasse gewehrt und auch mit der Landespolitik sei der eine oder andere Händel bereinigt worden. Die wenigen Situationen, in denen Sparkassen in eine Schieflage gerieten, hätten sämtlich innerhalb des Verbandes gelöst werden können. „Zwischen 2003 und 2008 gab es auch einige betriebswirtschaftlich schwierige Jahre“, blickt Ermrich zurück. „Wir haben gehandelt, bestehende Strukturen überdacht, Synergien genutzt und Risiken minimiert.“ So hätten die Sparkassen stärker aus der Finanzkrise heraustreten können, als sie hineingeraten sind. Die nach wie vor große Innovationskraft der ostdeutschen Sparkassen sei in erster Linie den Mitarbeitern zu verdanken. Gemeinsam habe man Erfolge erarbeitet und Probleme bewältigt, war nie Bank, sondern immer Sparkasse. Abschließend äußert sich Ermrich zu einem tagesaktuellen Thema und verweist auf die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Die deutsche Praxis erschwere die Kreditvergabe für Eigenheime erheblich und gehe weit über die Handhabung in anderen EU-Staaten hinaus. Das Immobiliengeschäft sei das Brot- und Butter-Geschäft von Sparkassen und Bausparkassen. „Wir hätten so ein Gesetz wahrlich nicht benötigt“, sagt Ermrich. Ausdrücklich begrüßte er die Bundesratsinitiative zu einer Änderung.

Geburtshelfer der kommunalen Selbstverwaltung

Prof. Dr. Horst Köhler war nach der politischen Wende in der DDR als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium maßgeblich an der Vollendung deutschen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion beteiligt. Von 1993 bis 1998 leitete er als Präsident den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. 2004 wurde Köhler dann zum neunten deutschen Bundespräsidenten gewählt, ein Amt, von dem er im Jahre 2010 zurücktrat. „Der Ostdeutsche Sparkassenverband hat in den 25 Jahren seines Bestehens sehr viel Gutes erstrebt und erreicht“, so Köhler. Die Sparkassen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern seien aus dem Bild der Städte und Gemeinden nicht mehr fortzudenken. Dahinter stehe eine enorme Aufbau- und Gemeinschaftsleistung. „Die Ausgangslage war nicht sonderlich rosig“, so Köhler. In der DDR hätten die Sparkassen als Teil des planwirtschaftlichen Systems keinen guten Ruf genossen, nach der Wende mussten sie sich mit westdeutschen Privatbanken auseinandersetzen, die energisch in den ostdeutschen Markt drängten. Dennoch sei es gelungen, Vertrauen zu schaffen und zu einem verlässlichen Partner des Mittelstandes zu werden. Das Fundament dieser Erfolge sei gemeinsam von ost- und westdeutschen Sparkässlern gelegt worden. „Es gibt so manche Lagerfeuergeschichte darüber, wie die Teams zusammenarbeiteten und wie sie gegenseitig voneinander lernten“, so Köhler. Mittlerweile kämen von den ostdeutschen Sparkassen viele innovative Impulse, die die gesamte Sparkassenorganisation voranbringen. Beispielhaft nennt der Bundespräsident a.D. das Privatvorsorgekonzept für Standardkunden. Die ostdeutschen Sparkassen hätten maßgeblich zum wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Neuen Bundesländern und zur Ausprägung einer schlagkräftigen kommunalen Selbstverwaltung beigetragen. Nicht vergessen werden sollte das umfassende Engagement für soziale Belange, für Kultur und Sport – all dies von enormer Bedeutung für die Legitimation und für die Akzeptanz der neuen politischen Ordnung.

Der Kern unseres Wertegefüges sei eine Freiheit, die sich in Verantwortung binde, so Köhler. Die Bürger der DDR hätten sich bei ihrer friedlichen Revolution für die soziale Marktwirtschaft und für das Grundgesetz entschieden und nicht für ordnungspolitisches Wildwest. Mit ihrer finanziellen Solidität, ihrer Ortsverbundenheit und ihrem öffentlichen Auftrag errichteten die Sparkassen tragfähige Brücken in ein neues System. Zeitgleich hätte man jedoch erleben müssen, wie andere Teile des Finanzsektors ein ganz anderes Gebaren an den Tag legten. Begünstigt durch eine unbedachte Regulierung seien wesentliche Elemente der Finanzindustrie in Maßlosigkeit, Gier und Zukunftsvergessenheit verfallen. Köhler ist überzeugt, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise dem Westen und der Strahlkraft seiner Ideale schwersten Schaden zugefügt habe. „Mit diesen materiellen und ideellen Verirrungen leben wir noch heute.“

Freiheit und Verantwortung

„Freiheit braucht Bindung – die Bindung an Regeln, an persönliche Verantwortung und an gemeinsame moralische Maßstäbe“, so Köhler. Was passiert, wenn die Freiheit in Bindungslosigkeit umschlage, hätte man seit 1990 an den internationalen Beziehungen nachvollziehen können. Die Welt sei nach dem Ende der Blockkonfrontation nicht zu einem friedlicheren Ort geworden. „Wir haben erlebt, wie anderen Völkern und Kulturen die Demokratie mit dem Schwert beigebracht wurde, wie Staaten die Urteile der internationalen Gerichtshöfe ignorieren und wie Autokraten ihre Nachbarländer destabilisieren. Wir wurden Zeuge, wie  Freiheitsbewegungen in Anarchie und neuer Gewaltherrschaft versanken und wie mörderische Glaubensfanatiker sich anderen gegenüber an überhaupt keine moralischen Normen mehr gebunden fühlen“, fasst der Bundespräsident a.D. zusammen. Angesicht der massiven Fluchtbewegungen weltweit fragten sich immer mehr Menschen, ob die Ordnungsleistung der westlichen Demokratien den Herausforderungen noch gewachsen ist. Dazu würden weitere gravierende Veränderungen auf die Gesellschaften Europas einströmen. Köhler nennt den demografischen Wandel, die umfassende Digitalisierung und die Individualisierung der Lebensstile. Viele Menschen hierzulande würden zwar einen gewissen Wohlstand konzedieren, gleichzeitig aber auch eine ausgeprägte Zukunftsunsicherheit empfinden.

„Es gibt keinen vernünftigen Zweifel an der Richtigkeit der Wiedervereinigung, auch nicht an den im vergangenen Vierteljahrhundert errungenen Erfolgen“, so Köhler. Der Aufholprozess der Neuen Länder könne sich wahrlich sehen lassen. Niemand leugne, dass es noch immer Lücken gibt, doch fast alle seien sich einig, dass auch diese verschwinden sollen. Zugleich müsse man erkennen, dass viele internationale Konflikte unserer Zeit eine Folge eben jener tektonischen Veränderungen sind, die die deutsche Einheit erst möglich machten. „Sie sind Ergebnis einer Freiheit, die in Bindungs- und Regelungslosigkeit umgeschlagen ist“, resümiert Köhler. Wenn jeder an sich denke, sei mitnichten an alle gedacht. Eine Schlussfolgerung aus der globalen Interdependenz sei, dass Eigensicherung nur mit Sorge um das Wohlergehen des jeweils anderen gelingen könne. Heutzutage könne kein Land – so mächtig es auch sein möge – Prosperität erstreben und bewahren, ohne den anderen das Gleiche zuzubilligen.

Wachstum und Ökologie

Eine wesentliche Bindung des Finanzsektors sei seine dienende Rolle gegenüber den Privatkunden und der Realwirtschaft gewesen. Es war ein Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise, dass viele Institute diese Bindung abgestreift hätten. Sie widmeten sich nicht mehr vorrangig der Aufgabe, Ersparnisse zu sammeln und zu belohnen, sie in die Erzeugung realwirtschaftlicher Produktivität zu lenken und den Zahlungsverkehr in der Gesellschaft zu organisieren, sondern sie erfanden und vertrieben eigene Papiere, finanzierten die Staatsverschuldung, kreditierten sich gegenseitig und koppelten sich immer stärker von realen Werten ab, fasst Köhler zusammen. „Ziel war nicht die Güter-, sondern allein die Geldproduktion. Begünstigt wurden diese Fehlentwicklungen durch eine Wachstumsratenpolitik, die mit billigem Notenbankgeld die Staatsverschuldung immer weiter ausbaute.“ Die damit verbundenen Risiken würden noch immer von einem ausgeprägten Lobbyismus recht erfolgreich kleingeredet. Der Crash habe bewiesen, dass dieses finanzkapitalistische Modell unsere Gesellschaft unakzeptabel belastet. Die Folgen der Krise begleiteten uns bis heute – historische Verschuldungsgrade, extrem gewachsene Zentralbankbilanzen, Wachstums- und Investitionsschwäche, Negativzinsen sowie ein ausgreifendes Schattenbankenwesen. „Als Reaktion auf die Krise war es anfangs gewiss sinnvoll, die Zinsen zu senken, um einer Depression vorzubeugen“, so Köhler. Doch mittlerweile würden die Nachteile einer extrem weichen Geldpolitik die Vorteile überwiegen, seien die Niedrigzinsen zum Dauerunterstützungsprogramm für politische Trägheit mutiert. Wenn keine endogenen Wachstumskräfte vorhanden seien, dann könne auch eine kontinuierliche Stimulation keine Besserung bringen. Nach dem erfolgreichen Krisenmanagement 2008 sei es nunmehr an der Zeit, eine langfristig überzeugende Wachstumspolitik zu finden. Strukturreformen müssten gezielt die endogenen Wachstumskräfte stärken und auch in Deutschland seien mehr Investitionen in Bildung, Digitalisierung und ökologische Innovation vonnöten.

Zwei umfassende Entwicklungen werden die Gesellschaft und damit das Geschäftsumfeld der Sparkassen in Zukunft deutlich prägen, so Köhler. Erstens gingen mit der Digitalisierung eine technische und auch eine kulturelle Umwälzung einher. Zweitens werde global nach einem Wohlstandsmodell gesucht, welches allen Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht, den Planeten Erde dabei aber nicht überfordert.

Im Hinblick auf die Digitalisierung empfiehlt Köhler den Sparkassen eine ambivalente Strategie. Sicherlich müssten die technischen Effizienzpotentiale möglichst umfassend genutzt werden, andererseits dürften die Sparkassen darüber keinesfalls die Bindung zu den Kunden gefährden. Denn deren Vertrauen, Nähe und Verständnis sei der zentrale Wettbewerbsvorteil.

Die Suche nach einem globalen Wohlstandsmodell werde die Sparkassen nur mittelbar, aber nicht minder deutlich prägen. Der westliche Lebensstil nehme sich deutlich mehr als ihm zustehe. 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der Ressourcen und so finanziere der Westen seinen Wohlstand sowohl ökonomisch, als auch ökologisch auf Pump. Wenn wir darauf nicht reagieren, dann gäbe es zwei katastrophale Alternativen. „Entweder wir ruinieren den Planeten oder wir lassen es zu, dass weite Teile der Welt in wachsender Unsicherheit und Armut verharren, letzteres mit absehbaren Folgen für die weltweiten Migrationsströme.“ Bundespräsident Köhler verweist auf das jüngst in Kraft getretene Pariser Klimaabkommen und auf die 2030-Agenda der Vereinten Nationen. Beide Entschließungen zusammen würden eine Richtschnur bilden, die die Welt vor dieser schlechten Wahl bewahren könnte. Unsere Produktions- und Konsummuster müssten sich allerdings ändern, unsere Energieerzeugung, die Landwirtschaft, die Mobilität, aber auch die Handels- und Steuerpolitik. Angesichts der Grenzen unseres Planeten wäre es verhängnisvoll, wenn das Funktionieren unserer Gesellschaft prinzipiell von hohen Wachstumsraten abhängig gemacht würde. Lebensfreude und Glück ließen sich schließlich nicht nur in materiellen Parametern bemessen.

Die Sparkassen könnten als Transmissionsriemen wirken, der die Anforderungen der globalisierten, interdependenten Welt auf das Getriebe und die regionalen Kerne unserer Volkswirtschaft überträgt. „Ich wünsche mir Sparkassen als Ermöglicher, die den hidden champions bei ihren Innovationen  unter die Arme greifen.“ Die deutsche Dezentralität sei ein großer Vorteil im internationalen Wettbewerb, allerdings nur insoweit, dass sie aus der Provinzialität herauswachse.

Aus dem Vortrag von Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

Das deutsche Sparkassenwesen verbindet regionale Verbundenheit mit der Internationalität des deutschen Wirtschaftsstandortes. Die Sparkassen bundesweit haben sich in schwierigen Zeiten als verlässliche Partner des Mittelstandes erwiesen, sie genießen unverändert das Vertrauen der Privatkunden, sie sind mit einem engen Vertriebs- und Beraternetzwerk regional fest verankert und sie wirken vor Ort als die wichtigsten Förderer von Kultur, Sport und sozialem Engagement.

Aktuell werden sie jedoch mit bemerkenswerten und teilweise vollkommen widersprüchlichen Forderungen konfrontiert. Sie sollen ihr Geschäftsmodell ändern, aber weiter in der Fläche bleiben. Sie sollen sich vom zinsgebundenen Geschäft trennen, aber weiter für alle da sein. Sie sollen Entgelte hochsetzen, weil sie mehr Erträge brauchen, sie sollen Entgelte senken, weil sie dem Verbraucherschutz folgen. Sie sollen umbauen, aber verlässlich bleiben. Sie sollen Eigenkapital bilden, während einige Akteure schon wieder Ausschüttungen fordern. Es spricht für die innere Agilität und die Innovationskraft der Sparkassen, dass sie sich in diesem Dickicht noch immer angemessen orientieren können.

In den ostdeutschen Bundesländern ist das Sparkassenwesen erst vor 25 Jahren zum Leben erweckt worden. Es ist bemerkenswert, was bis heute erreicht wurde. In unsicheren Zeiten haben die ostdeutschen Sparkassen Millionen Menschen unterstützt und sind bis heute zu tragenden Pfeilern der regionalen Wirtschaftsstruktur gereift. Gemeinsam mit ihren Trägern haben sie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Perspektiven geschaffen.

Kommunale Unternehmen und die Sparkassen spielen in der Wirtschaftsstruktur der Neuen Bundesländer eine herausgehobene Rolle. Dies gilt auch im Unterschied zum Alt-Bundesgebiet  mit seiner deutlich dichteren Gewerbe- und Industriestruktur, der höheren Kaufkraft und Produktivität. Starke Stadtwerke und Sparkassen waren eine Vorbedingung für eine funktionsfähige kommunale Selbstverwaltung. Zusammen mit ihren kommunalen Trägern und Gesellschaftern leisteten sie ein enormes Aufbauwerk – nicht nur im Hinblick auf die Infrastruktur, sondern vor allem mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Ostdeutsche Sparkassenverband hat sein Rollenverständnis in den Rostocker Leitsätzen des Jahres 1999 zusammengefasst. Dieser Katalog steht exemplarisch für den Stellenwert und für das Verantwortungsbewusstsein der ostdeutschen kommunalen Wirtschaft. Zum 25jährigen Jubiläum lässt sich resümieren, dass die ostdeutschen Sparkassen den dort formulierten Ansprüchen gerecht werden konnten – ein Umstand, der Wertschätzung verdient.

Info:

www.osv-online.de

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