9. Dezember 2017

Was wäre wenn?

Roundtable-Gespräch am 11. Oktober in Rudolstadt

Der Stromvergleich 1992 war der Ausgangspunkt für die Renaissance der Kommunalwirtschaft in Ostdeutschland. 164 Kommunen erstritten sich gegen die großen westdeutschen Versorger ihr Vermögen an Anlagen und Netzen. Erst durch diesen erfolgreichen Kampf konnte die materielle Grundlage für eine wahrhaft kommunale Selbstverwaltung in den Neuen Bundesländern gelegt werden. Pünktlich zum 25. Jubiläum des Stromvergleiches gingen wir mit erfahrenen Protagonisten der ersten Stunde der Frage nach: „Was wäre wenn… der Stromvergleich seinerzeit weder gewagt noch gewonnen worden wäre?“

8. Dezember 2017

Weltmusik in Rudolstadt

Interview mit Jörg Reichl, Bürgermeister von Rudolstadt und Petra Rottschalk, Fachdienstleiterin Kultur, Jugend, Tourismus und Sport in der Rudolstädter Stadtverwaltung

Das „Rudolstadt-Festival“, zuvor Tanz&FolkFest und TFF Rudolstadt, seit 2016 Rudolstadt-Festival ist das größte Roots-Folk-Weltmusik-Festival Deutschlands. Es findet jährlich im thüringischen Rudolstadt am ersten vollständigen Juli-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag statt. Zugleich ist das Festival eines der bedeutendsten und größten Weltmusikfestivals Europas. 2017 wurde mit 100.000 Gästen ein neuer Besucherrekord erreicht. Das „Rudolstadt-Festival“, zuvor Tanz&FolkFest und TFF Rudolstadt, seit 2016 Rudolstadt-Festival ist das größte Roots-Folk-Weltmusik-Festival Deutschlands. Es findet jährlich im thüringischen Rudolstadt am ersten vollständigen Juli-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag statt. Zugleich ist das Festival eines der bedeutendsten und größten Weltmusikfestivals Europas. 2017 wurde mit 100.000 Gästen ein neuer Besucherrekord erreicht. Dies im Stenogramm – denn obwohl die Familie der Weltmusik- und Folkfans sich derzeit in einem ungeahnten Tempo vergrößert, können wir nicht erwarten, dass schon jeder unserer Leser von der legendär zu nennenden Veranstaltung im thüringischen Rudolstadt gehört hat. Das „Rudolstadt Festival“ findet auch deshalb in einer kommunalwirtschaftlichen Fachzeitschrift statt, weil es nicht nur ein faszinierendes und einmaliges Kulturereignis ist, sondern auch Teil der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt. Unter beiden Aspekten gehört das Thema ins Blatt. Lesen Sie, was Jörg Reichl und Petra Rottschalk bei unserem Gespräch am 11. Oktober zu sagen hatten.

7. Dezember 2017

Übernachtungen stabil, Preise und Auslastung steigen

Insgesamt positive Entwicklung auf dem ostdeutschen Tourismusmarkt

Von der pommerschen Boddenküste bis in die Rhön, von der Lübecker Bucht zum Zittauer Gebirge bieten die ostdeutschen Bundesländer eine Vielzahl von pittoresken Landschaften und kulturellen Highlights. In dieser Hinsicht haben die vergangenen 27 Jahre nach der Deutschen Einheit tatsächlich blühende Landschaften zutage gefördert. Angesichts des zeitgleich abgelaufenen Strukturwandels avancierte der Tourismus immer stärker zu einem wesentlichen Wachstumsmotor für die ostdeutsche Wirtschaft. Die vielfältigen Angebote, die in den verschiedenen Regionen Gäste anziehen sollen, sind daneben durchaus geeignet, die Attraktivität und die Lebensqualität für die Bewohner vor Ort zu steigern. An einigen wenigen Orten Ostdeutschlands stellt sich aber auch die Frage nach den Grenzen eines allzu intensiven Besucherandrangs.Von der pommerschen Boddenküste bis in die Rhön, von der Lübecker Bucht zum Zittauer Gebirge bieten die ostdeutschen Bundesländer eine Vielzahl von pittoresken Landschaften und kulturellen Highlights. In dieser Hinsicht haben die vergangenen 27 Jahre nach der Deutschen Einheit tatsächlich blühende Landschaften zutage gefördert. Angesichts des zeitgleich abgelaufenen Strukturwandels avancierte der Tourismus immer stärker zu einem wesentlichen Wachstumsmotor für die ostdeutsche Wirtschaft. Die vielfältigen Angebote, die in den verschiedenen Regionen Gäste anziehen sollen, sind daneben durchaus geeignet, die Attraktivität und die Lebensqualität für die Bewohner vor Ort zu steigern. An einigen wenigen Orten Ostdeutschlands stellt sich aber auch die Frage nach den Grenzen eines allzu intensiven Besucherandrangs.Die ostdeutschen Sparkassen stehen den Kommunen in der Region seit Jahrzehnten mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, geeignete Strategien für die Wachstumsbranche Tourismus zu entwickeln. Nicht zuletzt dank dieses Engagements konnte sich Ostdeutschland zu einer der attraktivsten Reiseregionen der Bundesrepublik entwickeln. Das Sparkassen-Tourismusbarometer bietet jährlich regional abgestimmte Marktanalysen, Trends und Prognosen. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der diesjährigen Studie.

6. Dezember 2017

Mit Brecht, Stanislawski und einem ostdeutschen Rektor die erfolgreichste in Deutschland

Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Engler, von 2005 bis Ende September 2017 Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“

Wer unsere Zeitschrift langjährig und aufmerksam verfolgt, kann sich erinnern, dass wir in den zurückliegenden Jahren drei von Prof. Dr. Englers wichtigsten und viel beachteten Bücher – „Die Ostdeutschen“, „Die Ostdeutschen als Avantgarde“ und „Lüge als Prinzip“ – vorgestellt haben. Und natürlich gibt’s auch einen direkten kommunalen Bezug. Denn Kultur und Kunst sind ganz wesentliche Säulen der Daseinsvorsorge. Und die Hochschule Ernst Busch ist die renommierteste Schauspielschule ganz Deutschlands.

5. Dezember 2017

45.000 neue Ladepunkte bis 2020

Von Michael Ebling, Präsident des VKU und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Die E-Mobilität begleitet uns thematisch in diesem Jahr schon länger. Sie hält sich hartnäckig in den Medien. Droht das Thema abzuflachen, kommt der nächste Dieselgipfel oder ein weiteres Kapitel im Abgasskandal. Wer kann, versucht auf den Zug aufzuspringen: E-Mobilität verspricht, ein neues Verkaufsargument zu werden. Ob Versandapotheke, Ikea oder Deutsche Post: Sie alle setzen auf alternative Antriebe und vermarkten ihre „grüne“ Ausrichtung.

4. Dezember 2017

Signifikanter Fortschritt

Interview mit Norbert Möller, Bürgermeister von Waren (Müritz)

Die Infrastrukturen der Daseinsvorsorge waren 2016 Jahresthema in UNTERNEHMERIN KOMMUNE. Nicht zuletzt aufgrund der großen Resonanz auf unsere Berichterstattung und der weiterhin hohen politischen Dynamik in diesem Themenfeld haben wir auch in diesem Jahr den Fokus gesetzt auf die Entwicklung der kommunalen Versorgungsstrukturen. Schnelles Internet spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Es ist zwar eine Binsenweisheit, dass in einer hochvernetzten Gesellschaft leistungsfähiges Breitband eine Kernvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität darstellt, doch angesichts eines eher schleppenden Ausbaus verdient dieser Zusammenhang nach wie vor Erwähnung. Nicht zuletzt deshalb, weil die vom Bund im Rahmen seines Förderprogramms bereitgestellten Mittel eher zögerlich abgerufen werden, widmen wir uns weiter Projekten, die im Rahmen von kommunalen Gebietskörperschaften realisiert werden. Dabei haben wir natürlich auch die Aktivitäten der großen Telekommunikationsanbieter im Blick. Die Infrastrukturen der Daseinsvorsorge waren 2016 Jahresthema in UNTERNEHMERIN KOMMUNE. Nicht zuletzt aufgrund der großen Resonanz auf unsere Berichterstattung und der weiterhin hohen politischen Dynamik in diesem Themenfeld haben wir auch in diesem Jahr den Fokus gesetzt auf die Entwicklung der kommunalen Versorgungsstrukturen. Schnelles Internet spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Es ist zwar eine Binsenweisheit, dass in einer hochvernetzten Gesellschaft leistungsfähiges Breitband eine Kernvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität darstellt, doch angesichts eines eher schleppenden Ausbaus verdient dieser Zusammenhang nach wie vor Erwähnung. Nicht zuletzt deshalb, weil die vom Bund im Rahmen seines Förderprogramms bereitgestellten Mittel eher zögerlich abgerufen werden, widmen wir uns weiter Projekten, die im Rahmen von kommunalen Gebietskörperschaften realisiert werden. Dabei haben wir natürlich auch die Aktivitäten der großen Telekommunikationsanbieter im Blick. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit Bürgermeister Norbert Möller. In seiner Stadt Waren (Müritz) sind im vergangenen Jahr tausende Haushalte an ein leistungsfähiges Breitbandnetz angeschlossen worden.

3. Dezember 2017

„Regionale Stadtwerke-Bündnisse gewinnen enorm an Bedeutung“

Interview mit Bernward Küper, Oberbürgermeister der Stadt Naumburg und Mitglied der Koordinierungsgruppe des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE)

Bei der Konstituierung des Verbundnetz für kommunale Energie im Juni 2003 fragten wir einfach spontan ins Auditorium und innerhalb ganz weniger Minuten war die Mannschaft für die VfkE-Koordinierungsgruppe komplett – zehn Kommunalpolitiker aus allen fünf ostdeutschen Ländern. Aufgabe der Koordinierungsgruppe ist es, die entscheidenden Impulse zu den Themen und Inhalten zu setzen, die im „Verbundnetz für kommunale Energie“ diskutiert werden. Zu denen, die nach einigen Jahren den Staffelstab übernahmen, gehört der Oberbürgermeister der Stadt Naumburg (Sachsen-Anhalt), Bernward Küper. Wir trafen ihn am 27. Oktober zum Interview im Rathaus der Domstadt.

2. Dezember 2017

Eine kommunale Konstante

Die VNG – Verbundnetz Gas AG im Wandel von sechs Jahrzehnten

Die VNG – Verbundnetz Gas AG ist ein wirtschaftlicher Leuchtturm in und für Ostdeutschland, nicht zuletzt deshalb, weil sie ganz erheblich zur regionalen Wertschöpfung sowie zum Steueraufkommen in der Region beiträgt. Die VNG – Verbundnetz Gas AG ist ein wirtschaftlicher Leuchtturm in und für Ostdeutschland, nicht zuletzt deshalb, weil sie ganz erheblich zur regionalen Wertschöpfung sowie zum Steueraufkommen in der Region beiträgt. Die VNG steht aber auch spiegelbildlich für die besonderen Strukturen und die komplexen Herausforderungen in der ostdeutschen Energiewirtschaft. Sie war ein wesentliches Element der zentralistischen Versorgungsstrukturen in der DDR, konnte sich nach Wende und Einheit in Rekordzeit modernisieren, hat Portfolio, Umsatz und Kundenspektrum seitdem beständig erweitert, erlebte mehrere Umstrukturierungen, verfügt aber gleichzeitig über eine kommunale Konstante. Lesen Sie im Folgenden einen Abriss aus der wechselvollen Geschichte des nach Hauptsitz und Umsatzzahlen größten ostdeutschen Unternehmens.

1. Dezember 2017

Kämpferisch und konstruktiv

Das Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) versteht sich seit mittlerweile 14 Jahren als Plattform für die spezifischen Interessen der ostdeutschen Kommunen

Das Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) hat sich im Jahre 2003 konstituiert. Ziel war es, einen Beitrag zu einer möglichst optimalen Ausrichtung kommunalwirtschaftlicher Aktivitäten in Ostdeutschland zu leisten. Dem lag die Prämisse zugrunde, dass sich die Neuen Bundesländer nach wie vor in wesentlichen Strukturdaten vom Alt-Bundesgebiet unterscheiden. Das Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) hat sich im Jahre 2003 konstituiert. Ziel war es, einen Beitrag zu einer möglichst optimalen Ausrichtung kommunalwirtschaftlicher Aktivitäten in Ostdeutschland zu leisten. Dem lag die Prämisse zugrunde, dass sich die Neuen Bundesländer nach wie vor in wesentlichen Strukturdaten vom Alt-Bundesgebiet unterscheiden. Die Plattform hat sich bis heute zum erfolgreichsten kommunalpolitischen Forum Ostdeutschlands gemausert. Vielfältige Studien und die regelmäßigen Veranstaltungen lieferten zahlreiche Impulse, wie sich aktuelle und grundsätzliche Herausforderungen der kommunalen Familie bewältigen lassen. Insbesondere in dieser Hinsicht war und ist das VfkE äußerst wirkungsstark. Im Folgenden sollen die Entwicklungsschritte dieses einzigartigen Forums skizziert werden und die Gründe, warum es weiterhin unverzichtbar ist.

30. November 2017

Ein Mann der ersten Stunde

Interview mit Manfred Rauner, Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels a.D. und Gründungsmitglied der Koordinierungsgruppe des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE)

Am 30. Juni 2003 begann mit der Auftaktveranstaltung in der „Waldsiedlung“ in Bernau die Erfolgsgeschichte des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE). Sehr rasch etablierte sich danach das VfkE zum wichtigsten Diskussionsforum der Kommunalwirtschaft in den Neuen Bundesländern.Am 30. Juni 2003 begann mit der Auftaktveranstaltung in der „Waldsiedlung“ in Bernau die Erfolgsgeschichte des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE). Sehr rasch etablierte sich danach das VfkE zum wichtigsten Diskussionsforum der Kommunalwirtschaft in den Neuen Bundesländern.Entwickelt wurde dieses Projekt von einer kleinen Gruppe ostdeutscher Oberbürgermeister im Dialog mit den „Machern“ der einzigen in Ostdeutschland erscheinenden kommunalwirtschaftlichen Fachzeitschrift, dem FORUM NEUE LÄNDER (heute UNTERNEHMERIN KOMMUNE). Zu den Kommunalpolitikern, die am Werden und vor allem am Wachsen des VfkE maßgeblich beteiligt waren, gehörte Manfred Rauner. Er war als Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels einer der Ideengeber, nahm folgerichtig an der Konstituierung des VfkE im denkmalgeschützten Areal der früheren DDR-Politbürosiedlung teil und gehörte zu den zehn Gründungsmitgliedern der VfkE-Koordinierungsgruppe, die vom Auftakt bis heute die inhaltlichen Weichen für die Debatten und den Erfahrungsaustausch dieses Forums stellte. UNTERNEHMERIN KOMMUNE sprach mit ihm über den Start und die Entwicklung des VfkE, und diskutierte auch die Frage, welche Rolle diese Plattform bei der weiteren kommunalen Ausgestaltung der Energiewende spielen muss.