rubriken

Schaefer Kommunalwirtschaft 72dpi

Termine und Ankündigungen

21.09. bis 22.09.2016 12. Deutscher Kämmerertag Berlin


21.09. bis 22.09.2016 VGB-Kongress "Kraftwerke 2016" Leipzig


22.09.2016 Personalentwicklung in der digitalisierten Arbeit Stuttgart


22.09. bis 23.09.2016 Zukunftsfähige Stromnetze Berlin


26.09. bis 27.09.2016 3. VKU-Netzforum 2016: Die Rolle der Verteilnetzbetreiber Berlin


27.09.2016 Deutsche Wärmekonferenz 2016 Berlin


28.09. bis 29.09.2016 4. VKU-Fachkonferenz Energiedienstleistungen 2016 Berlin


06.10. bis 07.10.2016 Zu viel Erfolg oder zu wenig Geduld? Die Renaissance des städtischen Wohnens als Herausforderung für die Wohnungspolitik Berlin


09.10. bis 13.10.2016 23rd World Energy Congress: Embracing new frontiers Istanbul


10.10. bis 12.10.2016 World of Energy Solutions Stuttgart


10.10. bis 14.10.2016 IEC General meeting "Connecting communities reinvent standardization" Frankfurt


24.10.2016 EnviaM-Energiekonvent: Smarte neue Welt wie real ist digital? Leipzig


07.11. bis 08.11.2016 VDE-Kongress 2016 "Internet der Dinge-Technologie" Mannheim


08.11. bis 09.11.2016 5. VKU-Personalforum 2016 Dortmund


15.11. bis 17.11.2016 Smart Citiy Expo World Congress Barcelona


17.11. bis 18.11.2016 Forum deutscher Wirtschaftsförderer Berlin


22.11. bis 23.11.2016 VKU-IT-Konferenz Bielefeld


22.11. bis 23.11.2016 dena-Kongress 2016 Berlin


23.11.2016 Tagung: Personalentwicklung & Qualifizierung 4.0 Berlin/BMWi


23.11. bis 24.11.2016 Erdgas 2016 Berlin


30.11.2016 VfkE-Jahresveranstaltung 2016 Bitterfeld-Wolfen


05.12.2016 Difu-Seminar: Perspektiven für die ÖPNV-Finanzierung Berlin


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UNTERNEHMERIN KOMMUNE - Fachzeitschrift für kommunalwirtschaftliches Handeln

Weniger, bunter und ungleicher

Fertilitaet DeutschlandAus unserer Serie: Statistik kommunal

Im vergangenen Heft hatte sich diese Rubrik den demografischen Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union gewidmet. Dabei zeigte sich, dass die Bundesrepublik im EU-weiten Vergleich ein deutlich unterdurchschnittliches Wachstum bzw. eine überdurchschnittliche Schrumpfung aufweist. Trotz der aktuell guten und im europäischen Vergleich außerordentlichen Konjunktur weist Deutschland zusammen mit einigen ost- und südeuropäischen Staaten die niedrigste Fertilitätsrate auf. Insbesondere dieser Umstand wird dazu führen, dass der derzeit unangefochtene Rang als bevölkerungsreichstes Land der EU in Bälde eingebüßt werden wird. Aller Voraussicht nach wird im Jahr 2050 das Vereinigte Königreich die meisten Einwohner innerhalb der EU haben. Schon 2080 wird Deutschland mit dann vermutlich 65 Millionen Menschen hinter dem Vereinigten Königreich und Frankreich deutlich auf den dritten Rang zurückgefallen und auch von Italien eingeholt worden sein. Aufgrund der Schwerfälligkeit demografischer Prozesse kann die Einwohnerentwicklung mittelfristig mit großer Treffgenauigkeit prognostiziert werden. Und selbst wenn die Politik mit mutigen familienpolitischen Programmen reagieren sollte, ließen sich die Effekte erst nach zwei Generationen ablesen. Kurz- bis mittelfristig bleibt kaum eine andere Alternative als sich sukzessive an die vorhergesagten Entwicklungen anzupassen. Lesen Sie im Folgenden einen Überblick über die demografischen Trends innerhalb der Bundesrepublik.

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Eine Kernaufgabe der Kommunen

Fenske Juergen VDV 72dpiÖPNV als Querschnittsressort eines modernen Daseinsvorsorgeverständnisses

Unsere Gesellschaft ist umfassenden Veränderungsprozessen unterworfen. All diese Trends – vom demografischen Wandel, der Urbanisierung, der Alterung, über die ökologische Wende zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bis hin zur Digitalisierung wirken in besonderem Maße auf den ÖPNV. In vielen ländlichen Regionen stellt sich die Frage, wie sich in Zukunft die Mobilität von immer weniger und immer älteren Bürgern organisieren lässt. Der demografische Wandel zwingt die Kommunen zu einer größtmöglichen Effizienz und zur Bündelung von Angeboten in regionalen Zentren. Diese Konzentration von Infrastruktur kann nur im Gleichklang mit gestärkten Mobilitätsangeboten zwischen der Peripherie und den definierten Ankerpunkten gelingen.
In den großen Metropolregionen wiederum gilt es, attraktive Alternativen für den Individualverkehr mit dem Auto zu schaffen. Ziel muss es sein, fossile Brennstoffe zunehmend aus dem Stadtverkehr zu verdrängen sowie durch insgesamt deutlich weniger Autos die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Laut Umweltbundesamt war der Straßenverkehr 2015 verantwortlich für ein Fünftel der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland. Zum großen Teil werden diese Schadstoffe im dichten Stadtverkehr von PKWs ausgestoßen, genau dort, wo auch die meisten Menschen leben oder arbeiten.
Der dritte Megatrend unserer Zeit ist die Digitalisierung. Sie wirkt sich nicht spezifisch auf den ÖPNV aus, sondern betrifft wirklich alle Bereiche unseres Lebens. Im ÖPNV lassen sich vielfältige Potentiale nutzen – etwa bei der Verkehrssteuerung, im Kundenservice oder bei der Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern vom Fahrrad bis zum Flugzeug.
All diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich der ÖPNV zunehmend zu einem Querschnittsressort der kommunalen Daseinsvorsorge entwickeln wird. Denn die Mobilität wird insgesamt wachsen und der Individualverkehr ist weder ökologisch, sozial noch unter Sicherheitsaspekten geeignet, dieses Wachstum aufzunehmen. UNTERNEHMERIN KOMMUNE wird sich daher in diesem Jahr speziell dem ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge widmen – Aufgaben, die zentral sind, vom Bürger als zentral empfunden werden, immer zentraler werden, jedoch vom Gesetzgeber noch immer als freiwillig definiert sind.
Zukunft muss finanziert werden und aus den geschilderten Zusammenhängen heraus verdient der ÖPNV eine hohe Priorisierung. Aktuell stehen jedoch zwei wichtige Finanzierungselemente zur Disposition, womit sich in der Praxis in vielen Städten und Regionen ein gravierender Sanierungsstau im kommunalen Nahverkehr verbindet. Lesen Sie dazu auch ein Interview mit dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Jürgen Fenske.

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Vorsprung durch Vertrauen

DSC02545 72dpiZweites Roundtable-Gespräch zu den Potentialen von Kommunen und kommunalen Unternehmen bei Vernetzung und Digitalisierung

Die Digitalisierung prägt die mittelfristige Zukunft der kommunalen Unternehmen wie kaum ein anderer Megatrend unserer Zeit, gerät bei all den Debatten um Energiewende und demografischen Wandel aber oft und sehr zu Unrecht ins Hintertreffen. Denn gerade die strukturellen und ökologischen Herausforderungen, vor denen die Versorgungswirtschaft steht, lassen sich mit vernetzten und digitalen Konzepten deutlich besser lösen als in einem rein analogen Umfeld. Digitalisierung geht einher mit dem Sammeln und dem Austausch unendlicher personalisierter Datenmengen. Kommunale Unternehmen und Stadtwerke im Besonderen genießen nach aktuellen Umfragen einen enormen Vertrauensvorschuss. In der hochsensiblen Datenwelt ist dieses in die kommunale Wirtschaft gesetzte Vertrauen ein wichtiges Faustpfand im Wettbewerb.
Kommunale Unternehmen können und sollten dies nutzen, um den Bürgern den Übertritt in den digitalen Raum zu erleichtern und Angebote zu zimmern, die in der konkreten Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort Hilfe und Unterstützung entfalten können.
Welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich mit der Digitalisierung für kommunale Unternehmen verbinden, welche Synergien sich nutzen lassen und wie Bürger und Kommunen von den technischen Potentialen am ehesten profitieren können, ist Gegenstand einer Gesprächsreihe, die UNTERNEHMERIN KOMMUNE im vergangenen Heft startete. Nach einem Besuch im sachsen-anhaltischen Bitterfeld-Wolfen ging es nun ins sauerländische Iserlohn. Auch dort konnten Vertreter der Stadt, der Wohnungswirtschaft, der Stadtplanung und nicht zuletzt der Stadtwerke für eine kontroverse Debatte gewonnen werden. Der ebenfalls vollständig kommunale Netzdienstleister Alliander steuerte seine externe Expertise bei. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der Gesprächsrunde vom 10. Mai in Iserlohn.

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Ein ganz normaler Staat inmitten Europas?

Ruetliwiese 72dpiAus unserer Serie „Blick über den Gartenzaun“

Unser südwestlicher Nachbar gilt in fast jeder Hinsicht als Sonderfall. Wir teilen zwar eine lange Grenze und mit annähernd drei Vierteln der Schweizer auch dieselbe Sprache, doch kulturell und politisch muten uns einige Gepflogenheiten geradezu exotisch an. Die Schweiz ist eine Insel inmitten der Europäischen Union. Als solche pflegt sie eine Vielzahl von politischen Traditionen, die manchmal Bewunderung, manchmal Verärgerung hervorrufen, in jedem Fall jedoch prägnante Identifikationsmerkmale darstellen. Da wurde die immerwährende Neutralität derart strikt ausgelegt, dass die Schweiz erst nach der Jahrtausendwende den Vereinten Nationen beigetreten ist und bis heute keinen Interessengemeinschaften von Staaten angehört. Da lockt das Bankgeheimnis Milliarden unversteuerter deutscher Euros in die kleine Alpenrepublik zwischen Genfer und Bodensee. Da werden die Bürger zu jeder wesentlichen Kontroverse befragt und können auch aus eigener Initiative heraus – siehe Minarettverbot – Aufsehen erregende gesellschaftliche Weichenstellungen herbeiführen. Da wird in einem äußerst komplexen politischen Ausgleichsystem selbst gebildeten Europäern kaum klar, wer welche Einflüsse geltend machen kann. Da existiert auf engstem Raum eine europaweit einzigartige Mischung aus Konfessionen, Sprachen, Traditionen und Kulturen. Und da verfügen selbst kleinste politische Einheiten über derart weitreichende Kompetenzen, dass sie als souveräne Völkerrechtssubjekte angesehen werden können. Trotz dieser Besonderheiten zeigen sich aber auch in der Schweiz die gleichen kulturellen Leitlinien, die gleichen Zwänge und ähnliche Herausforderungen, wie auch in anderen Ländern Mitteleuropas. Lesen Sie im Folgenden einen Beitrag aus unserer Rubrik „Blick über den Gartenzaun“ – zum komplexen politischen System der Schweiz, zum Kompetenzverhältnis zwischen Zentrale, föderalen Gliedstaaten und den Kommunen und zu der Frage, ob die Schweiz tatsächlich solch ein Exot innerhalb der europäischen Staatenfamilie ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

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Erstvorstellung des Sachbuches „Das kommunale Nagelstudio – die populärsten Irrtümer zu Stadtwerke & Co.

DSC02476 72dpiThüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf fordern eine Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge

Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde in diesem Medium der Auftakt gesetzt zu einer prononcierten Auseinandersetzung mit all den Unterstellungen, Anwürfen und Missverständnissen, denen sich die kommunale Wirtschaft seit Jahrzehnten gegenübersieht. Ausgangspunkt dieser Idee war die Verwunderung über das eklatante Missverhältnis zwischen der großen Wertschätzung, die  öffentliche Unternehmen bei Bürgern und Kunden genießen, sowie der enormen Bandbreite an böswilligen Klischees, die zur kommunalen Wirtschaft kolportiert werden. Dass daraus ein Buch werden würde, war zunächst überhaupt nicht abzusehen. Erst das rege Interesse unserer Leser gab den Anlass, die zu Beginn noch recht lockere Serie zu systematisieren und zu einer wissenschaftlich fundierten Befassung auszubauen.
Wir berichten an dieser Stelle nicht nur über uns selbst, sondern auch über erste Impulse, die aus der Serie und später dem Sachbuch erwachsen sind. Die äußerst prominent besetzte Präsentation und die daran anschließende „Weimarer Erklärung“ zeigen, dass ein Nerv getroffen wurde und dass öffentliche Träger allgemein und die Kommunen im Besonderen wieder selbstbewusst für ein extrem erfolgreiches Wirtschaftsmodell zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und betriebswirtschaftlicher Effizienz werben wollen. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der Buchpräsentation und der anschließenden Verkündung der „Weimarer Erklärung“ durch Thüringens Ministerpräsident, Bodo Ramelow, und den Oberbürgermeister von Weimar, Stefan Wolf.

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Gebot der Stunde? – Das Ob, Warum, Wann und Wie von Rekommunalisierungen

DSC02526Gesprächsrunde vom 2. Mai in Potsdam

Nach langen Jahren, in denen Kommunen ihre Unternehmen an private Interessenten verkauften, die Verantwortung für elementare Leistungen des täglichen Lebens auslagerten und das Risiko eigenen wirtschaftlichen Engagements scheuten, zeigt sich nun seit fast einem Jahrzehnt ein gegenläufiger Trend. Selbst viele Experten weissagten insbesondere den Stadtwerken, dass sie in liberalisierten Märkten kaum gegen privatwirtschaftliches Know-how und Kapitalkraft standhalten werden. Doch kommunale Unternehmen konnten sich nicht nur behaupten, sie stiegen kontinuierlich in der Gunst von Bürgern und Kunden, trieben die Energiewende nach vorn und weiteten ihren Aktionskreis sukzessive aus. In diesem Zusammenhang hat sich der Terminus Rekommunalisierung zu einem politischen Modewort entwickelt. In etlichen Kommunen wurde abgestimmt, ob die Verantwortung für Netze oder für den Betrieb elementarer Leistungen wie Gas, Strom, Wärme oder Wasser wieder zurück in kommunale Hände gehen soll. Die Plebiszite zeigten in der Regel eine deutliche Präferenz für kommunalwirtschaftliche Strukturen. In vielen anderen Kommunen wurde auch ohne solche Urnengänge ein Mehr an kommunaler Verantwortung beschlossen. Begleitend zu diesen Prozessen ist mit kommunalrechtlichen Novellen in einigen Landesverfassungen auch der regulatorische Handlungsrahmen kommunalfreundlicher gestaltet worden. Soweit die Fakten.
Diskutiert werden darf, wie weit das Pendel noch in Richtung Kommunalwirtschaft ausschlagen soll, inwiefern gewachsene Strukturen beeinträchtigt werden und wie sich der tatsächliche Nutzwert einer Rekommunalisierung beziffern lässt. Angesichts der rasanten Entwicklung will UNTERNEHMERIN KOMMUNE in dieser und den kommenden Ausgaben kontrovers und mit engem Bezug zur Praxis über Sinn, Wohl und Wehe von Rekommunalisierungen streiten. Den Auftakt dazu machte eine Gesprächsrunde in Potsdam. Am 2. Mai trafen sich Vertreter von Kommunen, Kommunalwirtschaft sowie mehrheitlich privaten Regionalversorgern mit signifikanten kommunalen Beteiligungen, um zu den Auslösern, Implikationen und Folgen der Rekommunalisierung zu debattieren.

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Bewahren. Stärken. Begeistern. – 20 Jahre Ostdeutsche Sparkassenstiftung

Ermrich Michael Dr OSV 72dpiDie ostdeutschen Sparkassen und ihr Engagement für Kunst und Kultur

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist die Kulturstiftung der 45 Sparkassen im OSV. In den 20 Jahren ihres Bestehens hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Leben in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu bereichern. UNTERNEHMERIN KOMMUNE nahm das Jubiläum zum Anlass, den Wirkungskreis der Stiftung zu umreißen, herausragende Projekte vorzustellen und mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Ermrich Entwicklung, zwei Jahrzehnte der Kulturförderung und ihre Zukunft zu erörtern.

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Bindeglied zwischen den Kommunen

Ballerstein Dirk Abellio 72dpiInterview mit Dirk Ballerstein, Geschäftsführer Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH

Eine der Intentionen der Bahnreform war es, Wettbewerb beim Personennah- und Fernverkehr zu ermöglichen. Aus der Deutschen Bundesbahn wurde die DB AG, die sich inzwischen den Markt vor allem im Nahverkehr mit Wettbewerbern aus dem In- und Ausland teilen muss. Einer dieser Akteure ist die niederländische Abellio mit Sitz in Utrecht. Die Abellio GmbH ist deutsche Tochter der niederländischen Abellio Transport Holding B.V. mit Sitz in Utrecht, die in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien täglich mit 17.000 Mitarbeitern für die Mobilität von über 1,5 Millionen Fahrgästen sorgt.
Die Abellio GmbH ist in Berlin beheimatet und führt von dort aus Regionalgesellschaften, die für das operative Geschäft zuständig sind. Eine sehr erfolgreiche Tochter ist die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH. Mit deren Geschäftsführer, Dirk Ballerstein, führten wir das nachfolgende Interview.

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Stein des Anstoßes

Otto Sven Joachim Dr 02 2011 72dpiInterview mit Dr. Sven-Joachim Otto, Leiter des Bereichs Tax & Legal Public Services bei der PricewaterhouseCoopers AG WPG (PwC) in Düsseldorf

Zwischen März 2011 und Dezember 2013 veröffentlichte UNTERNEHMERIN KOMMUNE eine Serie zu gängigen Vorurteilen und pauschalen Unterstellungen im Hinblick auf die Kommunalwirtschaft. Die Beiträge fanden ein unisono positives Echo unter den Lesern. Abseits dieser Fachöffentlichkeit sollten aber auch breitere Kreise die Gelegenheit erhalten, sich fundiert, verständlich und sachlich-logisch zu den tatsächlichen Umständen kommunalwirtschaftlichen Handelns zu informieren. Dies schien durchaus angeraten, denn die Einstellung zu kommunalen Unternehmen trug und trägt bis heute teilweise schizophrene Züge. Einerseits wird über vermeintlich träge und bürokratische Monopolisten hergezogen, andererseits den Stadtwerken und Sparkassen bei Umfragen und in Kundenbeziehungen das größte Vertrauen ausgesprochen. Allein diese Mischung aus inniger Zuneigung und verbaler Abwertung, hätte ausgereicht als Auslöser für ein kontroverses Buch zur Kommunalwirtschaft. Doch auch darüber hinaus hielten es die Autoren für überfällig, endlich mit althergebrachten Vorurteilen aufzuräumen, die aus einer anderen Zeit stammen, mit den heutigen Realitäten nichts mehr zu tun haben, rein sachlogisch oft nicht nachzuvollziehen sind und nicht selten böswillige Kolportagen darstellen. „Das kommunale Nagelstudio – die populärsten Irrtümer zu Stadtwerke & Co.“ richtet sich an all diejenigen, die zwar nicht unmittelbar in die wirtschaftlichen Aktivitäten der Kommunen involviert sind, den kommunalen Unternehmen als Kunden und Eigentümer jedoch aufs Engste verbunden sind – die Bürger dieses Landes.
Das Buch ist jüngst beim renommierten Springer-Fachbuchverlag in Wiesbaden erschienen. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die Publikation am 27. April in Weimar bei einer Pressekonferenz zusammen mit Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, und Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar. Die genannten Politiker präsentierten zu diesem Anlass eine von ihnen verfasste „Weimarer Erklärung zur Daseinsvorsorge“. UNTERNEHMERIN KOMMUNE sprach mit einem der beiden Autoren des Buches, Dr. Sven-Joachim Otto, über die Gründe für diese pointierte Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Kommunalwirtschaft, über die erste Resonanz und auch über mögliche Weiterungen, die sich aus der getroffenen Analyse ergeben.

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Breitbandversorgung – inzwischen (fast) so wichtig ist wie frisches Wasser

bild 07 850x550 bi Giga 72dpiDer Kanon existentieller Daseinsvorsorge ist dynamisch

Im Kanon der Daseinsvorsorge gibt es Leistungen, die ohne eine technisch aufwändige und damit auch in Errichtung und Betrieb kostenintensive Infrastruktur schlichtweg nicht erbracht werden können. Wer ist für die Schaffung dieser verantwortlich? Und zwar letztlich unabhängig davon, ob die auf dieser Grundlage angebotenen Leistungen auch von allen, die sie benötigen, auch bezahlt werden können. Ist die Prämisse für die Refinanzierung die, dass der Preis für die Leistung „um jeden Preis“ auch gewährleisten muss, dass sich die Investitionen rechnen? Und was passiert mit jenen, die die Leistung zwar benötigen, sie aber nicht bezahlen können?
In zwei Segmenten – das werden wir nachfolgend zeigen – gibt es nach wie vor eine Diskrepanz zwischen verbaler Zustimmung und praktischer, sprich fiskalischer Schlussfolgerung: das betrifft den ÖPNV, und das betrifft die Breitbandversorgung. In unserem Beitrag gilt das Hauptaugenmerk dem „schnellen Internet“. Wir arbeiten aber auch heraus, dass es auf einer übergeordneten Ebene dringenden Bedarf gibt, über die Zuständigkeiten für ein sich wandelndes Spektrum der Daseinsvorsorge im 21. Jahrhundert einen gesellschaftspolitischen Diskurs zu führen.

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GASAG und PwC starten Jobführerschein für Flüchtlinge

Gaede Butzlaff Vera GASAG 72dpiEin Projekt zur frühzeitigen beruflichen Integration von Flüchtlingen

Allein im vergangenen Jahr wurden über eine Million Asylsuchende gezählt. Die meisten kommen aus den Ländern des Balkans, des Mittleren Ostens und aus Afrika. Insbesondere der Krieg in Syrien und die instabilen Regime von Afghanistan bis nach Somalia sorgten für eine nie dagewesene Einwanderungswelle. Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres diskutieren Gesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft intensiv zu den Implikationen dieser massenhaften Migration. Die Debatte hat sich spürbar polarisiert zwischen denen, die Hilfe unbedingt und in jedem Fall für angezeigt halten, und denen, die Deutschland überfordert und mitunter auch ausgenutzt sehen. Dieser Dissens wird sich nur mit dem Mut zur Differenzierung und zum Perspektivenwechsel auflösen lassen. Doch egal, zu welchen Weichenstellungen die Berliner und Brüsseler Politik gelangt, es gilt die Genfer Flüchtlingskonvention. Und diese vermittelt einem wesentlichen Teil der Flüchtlinge eine zumindest mittelfristige Bleibeperspektive. Die deutsche Wirtschaft hat sich in verschiedenen Statements immer wieder für eine liberale Flüchtlingspolitik eingesetzt. Betont werden die Potentiale der Einwanderung im Hinblick auf den demografiebedingten Fachkräftemangel. Eine Initiative der GASAG zusammen mit PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt, wie sich ein Engagement für Flüchtlinge darstellen lässt.

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Europäische Demografie-Szenarien

Luxemburg 96dpiDeutschland verliert seinen Status als größtes Land der EU

Die Europäische Union befindet sich in einer tiefen Krise, vielleicht der größten seit den Römischen Verträgen und der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) 1958. Die finanziellen Turbulenzen der vergangenen acht Jahre wirkten sich vor allem in den südeuropäischen Mitgliedsstaaten aus. Portugal und Spanien haben sich etwas erholen können, leiden aber nach wie vor unter einer enormen Jugendarbeitslosigkeit und strengen Austeritätsanforderungen. Griechenland ist wirtschaftlich nicht mehr in der Lage, sich in der Wirtschafts- und Währungsunion der Euro-Zone zu behaupten und kann nur mit horrenden Krediten im Bündnis gehalten werden.
Die Europäische Flüchtlingskrise führt seit spätestens Mitte 2015 vor Augen, dass eine europäische Identität genauso wenig ausgeprägt ist wie innereuropäische Solidarität. Der Schengen-Raum steht zur Disposition.
Doch letztlich werden die europäischen Nationalstaaten nur gemeinsam im Konzert der Mächtigen dieser Welt mitspielen können. Im Januar 2016 wurde mit der Transpazifischen Partnerschaft das größte Freihandelsabkommen der Welt geschlossen. Die Volksrepublik China hat nach Bruttoinlandsprodukt (Kaufkraftparität) die Vereinigten Staaten als stärkste Wirtschaftsmacht der Erde überholt. Länder wie Brasilien und Indien streben selbstbewusst nach einem Platz unter den globalen Führungsnationen und Russland ist zumindest militärisch und auch im Hinblick auf die eigenen Ressourcen noch immer ein ernstzunehmender global player.
Der Zuschnitt der Bevölkerung und die zu deren Zusammenhalt definierten Organisationsstrukturen determinieren direkt den wirtschaftlichen Erfolg. Die demografische Perspektive kann vor Augen führen, wie unterschiedlich die Herausforderungen innerhalb Europas sind, welche Regionen profitieren können und welche auf einen Ausgleich angewiesen sind. Es ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen sinnvoll, sich mit mittel- und langfristigen Projektionen zu befassen. Denn daraus wiederum lassen sich zentrale politische und gesellschaftliche Schlussfolgerungen ableiten.

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Wie die KP Chinas bis in die entlegensten Winkel des Landes durchregiert

Vater und Sohn aus China 72dpiAus unserer Serie „Blick über den Gartenzaun“

Nach vielfältigen Exkursen innerhalb der Europäischen Union widmete sich der „Blick über den Gartenzaun“ in den vergangenen beiden Ausgaben von UNTERNEHMERIN KOMMUNE den Verwaltungsstrukturen und -traditionen in Russland und in den Vereinigten Staaten. In dieser Aufzählung aus dem flächengrößten Land der Erde und der (noch) führenden ökonomisch-militärischen Supermacht muss in logischer Konsequenz die Volksrepublik China folgen – mit annähernd 1,4 Milliarden Menschen das einwohnerreichste und mit knapp zehn Billionen US-Dollar Bruttoinlandsprodukt nach den USA das wirtschaftlich stärkste Land der Erde. Die Volksrepublik China ist aber auch das erste eindeutig nicht-demokratische Land in unserer Reihe, sicher die erste Parteidiktatur, aber auch das erste Land abseits des christlich-europäischen Kulturraums, das wir in diesem Kontext unter die Lupe nehmen. Daraus ergibt sich aus der deutschen Perspektive eine gewisse Komplexität, die durch die schiere Größe und die ethnische Heterogenität Chinas noch verstärkt werden dürfte. Wir haben uns daher den nötigen Raum genommen, um zumindest einen Eindruck von der chinesischen Verwaltung zu vermitteln. Um die Entwicklungslinien besser nachvollziehen zu können, sind wir vergleichsweise umfassend auf die historische Genesis, das politische System und die demografische Zusammensetzung Chinas eingegangen. Schließlich weiß zwar jeder gebildete Deutsche, wie die US-amerikanischen Parteien ihre Kandidaten auswählen oder welche Rolle die Bundesstaaten im dortigen Verwaltungsgefüge spielen, zu China – der kommenden Weltmacht – wird medial und auch sonst dagegen deutlich weniger Wissen vermittelt.

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Professionelle Internetauftritte für Firmen aus der Uckermark, Barnim, Oberhavel, Brandenburg und Berlin

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